Treffen der Jungen Romanisten in Köln 2007
Am 21. und 22. April 2007 trafen sich auf eine Initiative der Mitarbeiter des Kölner Instituts für Römisches Recht hin die Nachwuchswissenschaftler der romanistischen Lehrstühle und Institute Österreichs und Deutschlands in Köln. Es fanden sich Vertreter der Universitäten Bonn, Erlangen, Frankfurt/Main, Göttingen, Graz, Heidelberg, Marburg, Trier, Tübingen und Wien sowie ein Kollege von der Universität Lublin (Polen) ein.
Das Treffen sollte der Intensivierung des Kontakts und des wissenschaftlichen Austauschs innerhalb des deutschsprachigen romanistischen Nachwuchses dienen. Während es an allgemein rechtshistorisch ausgerichteten Nachwuchstagungen nicht mangelt, fehlt eine auf Fragen des antiken römischen Rechts spezialisierte Konferenz. Das Echo auf die Kölner Initiative, auch von Kollegen, die leider an einer Teilnahme verhindert waren, zeugte jedoch von dem großen Interesse an einer solchen Veranstaltung.
Zunächst widmete man sich der gegenseitigen Vorstellung. Dabei lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Präsentation der wissenschaftlichen Profile der einzelnen Institute sowie der jeweiligen Dissertations- bzw. Habilitationsprojekte. Da diese stets von lebhaften Nachfragen und Diskussionen gefolgt war, zog sich dieser Veranstaltungsteil bis in den Abend hin.
Bei einem gemeinsamen Frühstück in der Institutsbibliothek am nächsten Morgen wurde über eine künftige Institutionalisierung eines Treffens Junger Romanisten nachgedacht. Nicht zuletzt aufgrund der allgemein als herzlich und konstruktiv empfundenen, wissenschaftlich befruchtenden Atmosphäre des Kölner Treffens einigte man sich bald auf eine jährliche Tagung, welche im Wechsel von den verschiedenen Instituten ausgerichtet werden soll. Eine ständige Anlaufstelle besteht jedoch auch weiterhin in Köln, wo eine Kontaktbörse für römischrechtliche Doktoranden und Habilitanden geführt werden wird.
Folgende Interessenschwerpunkte bildeten sich rasch heraus: Im Zentrum künftiger Veranstaltungen sollen Vorträge zu Dissertations- und Habilitationsprojekten stehen. Allgemein erwünscht war zudem eine regelmäßige Gesprächsrunde zur Vermittlung des Römischen Rechts als Lehrfach, welche aufgrund dessen methodischer und vor allem auch sprachlicher Voraussetzungen im Rahmen eines unter „Freischuß-Panik“ absolvierten Studiums auf spezifische Schwierigkeiten stößt. Diskutiert wurde ferner die Organisation von Einführungstagen oder -wochen in römischrechtliche Hilfsdisziplinen (wie etwa Juristische Epigraphik oder Papyrologie), die sich auch dem wissenschaftlich interessierten Nachwuchs nicht ohne Anleitung erschließen.
In Kürze wird unter der Adresse www.junge-romanisten.de eine Homepage bereitstehen, auf welcher man sich über künftige Veranstaltungen informieren und gegenseitig austauschen kann.